Ab wie viel Grad ist es Eisbaden?
Die kurze Antwort: eine allgemein verbindliche Grenze gibt es nicht, aber als Eisbaden im engeren Sinn gilt Wasser unter 5 Grad. Darüber spricht man üblicher von Kaltwasserbaden. Unser Becken liegt bei 5 bis 8 Grad, also genau an dieser Grenze.
Die Bereiche im Überblick
| Bereich | Temperatur | Was das heißt |
|---|---|---|
| Kühles Wasser | unter 15 Grad | ab hier setzen die beschriebenen Kältereaktionen überhaupt ein |
| Einstiegsempfehlung | 10 bis 12 Grad | die übliche Empfehlung für die ersten Wochen |
| Unser Becken | 5 bis 8 Grad | kalt genug für den Reiz, warm genug, um lange genug zu bleiben |
| Eisbaden im engeren Sinn | unter 5 Grad | so ziehen es unter anderem Verbände des Winterschwimmens |
| See in Linz im Februar | 2 bis 4 Grad | kälter als das Becken, aber nur vier Monate im Jahr |
Warum wir nicht kälter fahren
Bei zwei Grad steigt ein Mensch beim ersten Mal nach zwanzig Sekunden wieder heraus, hat die ganze Zeit nach Luft geschnappt und erzählt danach, Eisbaden sei nichts für ihn. Der Reiz war da, die Erfahrung nicht.
Bei 5 bis 8 Grad bleibt derselbe Mensch eine Minute, atmet nach zwanzig Sekunden ruhig und merkt, wie sich der Körper sortiert. Das ist der Unterschied zwischen einer Mutprobe und einem Training.
Wer nach einem halben Jahr kälter will, findet das im Winter in jedem See der Umgebung. Das ist kein Widerspruch, sondern die richtige Reihenfolge.
Warum die Zahl hier offen steht
Weil sie ein Argument ist und kein Makel. Und weil es unangenehmer wäre, wenn jemand mit der Erwartung von zwei Grad anreist und vor einem Becken mit 5 bis 8 Grad steht. Wer die Zahl vorher kennt, kommt mit der richtigen Erwartung.
Häufige Fragen
Wie lange soll ich bei dieser Temperatur bleiben?
Eine verbreitete Faustregel unter Erfahrenen lautet: höchstens so viele Minuten wie das Wasser Grad hat. Für den Anfang ist deutlich weniger richtig, dreißig bis sechzig Sekunden reichen.
Braucht es Eiswürfel, damit es zählt?
Nein. Die Kältereaktion des Körpers richtet sich nach der Wassertemperatur, nicht danach, wie sie zustande kommt.
Ist kälter automatisch besser?
Nein. Unter fünf Grad steigen die Risiken schneller als der Nutzen, besonders bei kurzer Erfahrung. Regelmäßigkeit bringt mehr als die tiefere Zahl.